würde!— Ach! wenn nur eine gute Flaſche Wein da wäre, die Erſtarrung von meinen Gliedern weg⸗ zuwaſchen!... Aber nein!.. Nicht einmal ein ſchlechtes Glas Landſturm zur Löſchung meines brennenden Durſtes! Oh! mein Oberſt! für einen Andern würd ich eine ſolche Pein nicht ſo geduldig ertragen!— Bereuſt Du's, mir gefolgt zu ſein, Müller?— Ich gehe mit Ihnen, mein Oberſt, bis ans Ende der Welt; doch wünſchte ich, daß man dabei eſſen und trinken könnte...“ Hier ward das Geſpräch durch einen entſetzlichen Stoß unterbro⸗ chen, vom welchem die Achſe des Poſtwagens ent⸗ zwei brach; bald lagen der Oberſt Framberg und ſein Reiſegefährte in einem Chauſſee⸗Graben; die ganze Schuld fiel auf den Poſtillon, der in ſeiner Eilfertigkeit den Graben nicht wahrgenommen hatte⸗ Während ſich der Fuhrmann mit den Pferden beſchäftigte, half Müller ſeinem Oberſten wieder auf die Beine.„Tauſend Millionen Patronen! ſind Sie verletzt, Oberſt?— Es iſt nichts, Muͤller; nur ſchmerzt mich mein linkes Bein ein wenig:— Donnerwetter! Sie haben eine ſtarke Quetſchung! — Es iſt nichts, ſag' ich Dir, mach' nur, daß wir einen Ort finden, wo wir dieſe Nacht bleiben kön⸗ nen, denn ich ſehe wohl, daß wir die Hoffnung aufgeben müſſen, heute noch Straßburg zu erreichen.“ Der herzutretende Poſtknecht berichtete den beiden Herrn, etwa fünfzig Schritte von da be⸗ finde ſich eine Herberge.„Wie, Schlingel! Du wagſt es, den Oberſten anberg in einen Graben zu werfen?“ fuhr Müller den Poſtillon an. Der ◻
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