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Monate mehr bezahlen, als man ihr ſchuldig iſt... un⸗ terrichte ſie hievon... und veranlaſſe ſie, wieder in ihr Dorf zuruͤckzugehen... ich glaube, es war ein großes Unrecht von ihr, in Paris einen Platz zu ſuchen... gib Dir keine vergebliche Muͤhe, mich von meinem Ent⸗ ſchluſſe abzubringen, er ſteht feſt.“
Erneſtine war troſtlos, ſie liebte Louiſen zaͤrtlich, und es haͤtte ihr einen wirklichen Kummer verurſacht, ſie entlaſſen zu muͤſſen; aber ihre Mutter hatte ſich in einem ſo ernſten, ſo beſtimmten Tone ausgedruͤckt, daß die arme Kleine keine Antwort wagte, ſondern ſchwieg, ſeufzend die Augen niederſchlug und ſich entfernte, um den traurigen Auftrag zu erfuͤllen, den die Mutter ihr ertheilt hatte.
Beim Weggehen aus ihrer Mutter Zimmer begegnete Erneſtine Herrn von Noirmont, und beim Anblick ihrer gramvollen Miene fragte er, ſie umarmend:
„Was haſt Du denn, meine Tochter... man koönnte glauben, Du habeſt geweint?“
„— O lhes iſt nichts, mein Vater...“
„— Erneſtine, Du weißt, daß ich weder Ausfluͤchte noch Geheimniſſe leiden kann, ſag' mir auf der Stelle, was Dich dieſen Morgen ſo traurig macht!“
„— Wohlan... mein Papa, die Mutter will Louiſe fortſchicken... die arme Louiſe, unſer Kammermaͤdchen .. die ich ſo lieb habe, und die ſo ſanft iſt... aber die Mutter liebt ſie nicht mehr... ſie behauptet, Louiſe tauge zu gar nichts... und doch arbeitet ſie ſo gut wie ſonſt und naͤht wie ein Engel;... da es aber die Mutter haben will, ſo werde ich ſie davon unterrichten...“


