Teil eines Werkes 
3. Th. (1843)
Entstehung
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Welch' plötzliches Uebelbefinden hat Sie denn er⸗ griffen, Madame? ſagte Herr von Noirmont mit Theil⸗ nahme.Sie haben uns einen großen Schrecken verur⸗ ſacht. 1

Ich weiß es nicht, mein Herr... Ich fuͤhlte mich mit einem Male beengt... ein kalter Schweiß be⸗ deckte mich.. und ich verlor die Beſinnung...

Du warſt dieſen Morgen ſchon unwohl, Du hatteſt Kopfſchmerzen, ſagte Erneſtine.

Ja, in der That, rief Frau von Noirmont haſtig aus.Schon dieſen Morgen war ich leidend... und das un ohne Zweifel der Grund davon.

Soll man einen Arzt rufen laſſen, Madame?

Nein, mein Herr, es iſt uͤberfluͤſſig, ich bedarf nur wuse.. Frieden... Schlaf vielleicht.

Dann wollen wir Sie verlaſſen.

Aber ich werde ganz in der Naͤhe bleiben, und beim geringſten Geraͤuſch herbeieilen, ſagte Erneſtine.

Frau von Noirmont ſchien das Alleinſein ſehnlichſt zu wuͤnſchen. Alle entfernten ſich. Erneſtine, noch ganz von dem Anblicke ihrer ohnmaͤchtigen Mutter ergriffen, und Louiſe, hochſt traurig, weil ſie fuͤrchtete, die Ge⸗ ſchichte ihres ungeücts habe ihre Gebieterin zu ſehr geruͤhrt.

Frau von Noirmont brachte den Reſt des Tages in ihrem Zimmer zu, ſie blieb im Bette, und verlangte beſonders, ungeſtoͤrt zu ſein.

Der folgende Tag verging auf dieſelbe Weiſe, und ſie huͤtete mehre Tage das Bett.

Indeſſen weigerte ſie ſich, einen Arzt kommen zu