Teil eines Werkes 
3. Th. (1843)
Entstehung
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Unterſchied! ich bin keine große Dame geworden, und das Bild deſſen, der mir theuer iſt, kann nicht aus meinem Herzen verwiſcht werden... Ich liebe Cherubim, und fuͤhle, daß ich niemals einen Andern lieben werde!

Daher, mein Herr, waͤre es ſehr ſchlecht von mir, wenn ich einen Andern... ohne ihm mein Herz ſchenken

zu koͤnnen... heirathen würde. 41

Herrn Ger ondif ſetzten dieſe Worte in Verlegenheit; er faßte aber wieder Muth und fuhr fort:

„Meine ſchoͤne Louiſe: Varium et mutabile semper femina.. oder wenn Sie lieber wollen: oft aͤndern ſich die Frauen! ein Narr wird ihnen trauen

.Dieſe Verſe ſind von Franz dem Erſten... Die

Beranger's gefallen mir beſſer; und Tireſias behauptet, die Maͤnner haben nur drei Unzen Liebe in ſich, waͤhrend die Weiber neune haͤtten! weßhalb ihnen das Recht zu⸗ getheilt wird, weit ofter zu wechſeln, als wir; und doch geſchieht dies bei uns, im Verhaͤltniß zu unſern drei unzen, ſchon haͤufig genug.“

„— Was ſoll das Alles heißen, mein Herr?“

„— Das heißt, meine theure Freundin, Sie werden es machen wie die Andern und wechſeln; Ihre Liebe wird vergehen...“

„— Niemals, mein Herr!“

„— Nie mals iſt in der Liebe ein Wort ohne Be⸗ deutung; indeß haben Sie alle mögliche Zeit, ſich hier⸗ uber zu beſinnen, da ich Ihnen zwei Jahre Bedenkzeit laſſe... vergoͤnnen Sie mir, ſo lange hoffen zu duͤrfen.“

„— Oles iſt vergeblich, mein Herr!“

„— Verzeihen Sie!... Hoffnung laͤßt nicht zu