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haͤtte, was er da mache. Auch Monfreville'n bemerkte er wieder im Saale, aber dieſer gewahrte die flehenden Blicke nicht, die ihm ſein junger Freund zuwarf, und ſtatt ſich zu naͤhern, ſchien er vielmehr die Gegend, wo Frau von Noirmont ſaß, zu meiden.
Beinahe eine Stunde verfloß auf dieſe Weiſe, der arme Cherubim war todtmuͤde vom immerwaͤhrenden Stehen, und langweilte ſich in ſeiner engen Ecke entſetz⸗ lich. Zwar konnte er hoͤren, was Frau von Noirmont mit ihrer Tochter ſprach, aber dieſe Dame pflegte keine lange Unterhaltungen, und erwiderte kurz auf die Fragen der jungen Erneſtine.
„Mutter,“ fragte Fraͤulein von Noirmont, nachdem ein junges Maͤdchen eine Romanze geſungen hatte,„er⸗ laubſt Du nicht, daß ich auch ſinge?“
„— Nein, meine Tochter, Du biſt zu jung, um Dich allen Blicken auszuſetzen und vorzudraͤngen, und ſollſt außerdem, wenn es Dein Vater nicht verlangt, niemals oͤffentlich ſingen..“
„— Warum denn, liebe Mutter... 2“
— Weil mir an einem jungen Maͤdchen die be⸗ ſcheidene Demuth beſſer gefaͤllt, als die prunkende Eitel⸗ keit.“
„— Aber warum haͤlſt Du mir dann einen Muſik⸗ und einen Sing⸗Lehrer?“
„— Dieſe Talente gewaͤhren in der Einſamkeit mehr Ruhn als im oͤffentlichen Leben.“
— Ach, aber ich moͤchte ſo gerne, Mutter...“
„— Genug, meine Tochter!“ 3 Ein Blick der Frau von Noirmont gebot dem zunda


