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fachheit war, ſchien etwas uͤber dreißig Jahre zu zaͤhlen; ihre Zuͤge waren ſchoͤn, aber ernſt, ihre großen, braunen Augen mit dichten Brauen hatten einen unbeſtimmten, nachdenklichen Ausdruck, der auf die Vermuthung brachte, daß ſie oft mit ganz andern Dingen beſchaͤftigt war, als woruͤber ſie ſprach. Ihr etwas zuſammengekniffener Mund verzog ſich beinahe nie zu einem Laͤcheln; ſchoͤne, ſchwarze, lange Flechten ſtanden ihrem kalten, ſtolzen Antlitz vortrefflich.
In dem jungen Maͤdchen druͤckte ſich die Lieblichkeit ſeines Alters aus; ohne auffallend huͤbſch zu ſein, ge⸗ fielen ihre Zuͤge durch einen reizenden Ausdruck von neckiſcher Schelmerei, welche von den ſtrengen Blicken ihrer Mutter ofters in den Schranken gehalten wurde.
Herr von Noirmont, der ihnen folgte, war ein mehr als fuͤnfzigjähriger Mann, groß und etwas vorgebeugt, einige braune Haare bedeckten ſeine Schlaͤfe, aber die Mitte ſeines Hauptes war voͤllig kahl, in ſeinen Zuͤgen lag Haͤrte, Stolz und wenig Anmuth; ſie waren jedoch regelmaͤßig und mußten ſehr ſchon geweſen ſein, aber ſein ſtarrer Blick, ſeine rauhe Stimme und ſeine Einſylbig⸗ keit erweckten weder Freundſchaft, noch Vertrauen.
Die Ankunft dieſer drei Perſonen ſchien auf Monfre⸗ ville einen bedeutenden Eindruck zu machen; er runzelte die Stirne, zog die Augenbrauen zuſammen, und ſein Blick verduͤſterte ſich; bald aber das eben empfundene Gefuͤhl unterdruͤckend, nahm er wieder die vorige liebenswuͤrdige und heitere Miene an; es war ſogar, als ob er ſich be⸗ ſtrebte, munterer als vorher zu ſcheinen.—
Herr Trichet, der wieder Cherubims Naͤhe aufge⸗


