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Cherubim verbeugte ſich, wollte einige Worte erwi⸗ dern, hielt es aber, nachdem er einen Verſuch gemacht hatte, fuͤr beſſer, zu ſchweigen. Herr Trichet ſetzte die Unterhaltung fort, als er auf einmal am andern Ende des Saales drei Herrn lebhaft mit einander ſprechen hörte; alsbald eilte er auf ſie zu und rief:
„So iſt es nicht... Sie ſind falſch berichtet! Ich kenne dieſe Geſchichte beſſer als Sie, und will ſie Ihnen erzaͤhlen.“
Monfreville blickte laͤchelnd Cherubim an und ſagte zu ihm:
„Es iſt unnothig, Ihnen zu ſagen, daß dieſer Herr, Namens Trichet, das neugierigſte, ſchwatzhafteſte Weſen von der Welt iſt; er kann keine zwei Perſonen mit ein⸗ ander ſprechen ſehen, ohne ſich in ihre Unterredung zu miſchen, was nicht immer amuͤſirt..... Da aber Herr Trichet ein alter, ſehr reicher Junggeſelle iſt, der praͤch⸗ tige Gaſtmaͤhler gibt, und, abgeſehen von ſeiner Neu⸗ 5 gier, einigen Geiſt beſitzt und ziemlich gut erzaͤhlt, ſo hat er uͤberall in allen Salons und allen Theatern Zu⸗ tritt.“
Cherubim ließ ſeine Blicke weiter auf den im Saale verſammelten Perſonen herumſchweifen, als die Thuͤre aufging und
„Herr, Frau und Fraͤulein von Noir⸗ mont“ gemeldet wurden.
Eine hoch gewachſene Dame von edler und eleganter Geſtalt trat mit einem jungen, vierzehn⸗ bis fuͤnfzehn⸗ jaͤhrigen Maͤdchen zuerſt ein. Dieſe Dame, deren Klei⸗ dung, obgleich koſtbar, doch beinahe von ſtrenger Ein⸗
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