ſchon, ſeine Zuͤge ſo zart, ſeine Phyſionomie ſo intereſſant,
daß ein ſchmeichelhaftes Gemurmel ſeine Erſcheinung im Saale begruͤßte; die jungen Herren, die, um ſich be⸗ wundern zu laſſen, regungslos blieben, waren die ein⸗ zigen, welche die allgemeine Empfindung nicht zu theilen ſchienen.
„— Er ſieht ſehr linkiſch aus!“ ſagte einer der⸗ ſelben.
„— Er hat gar keinen Anſtand!“ ſagte ein anderer.
„— Er gleicht einem als Mann verkleideten Frauen⸗ zimmer,“ verſetzte ein junger, ſchnurr⸗ und backenbaͤr⸗ tiger Lowe..
Und Herr Triſchet, der Herr mit den grauen Haaren, lächelte mit boshafter Miene und ſagte:
„Cherubim!... ganz richtig!.. Das iſt der kleine Page des Grafen Almaviva... Es fehlt ihm nur noch die Galanterie und die Keckheit ſeines Namensbruders... das gibt ſich aber bald!... Man wird ſich ein Ver⸗ gnuͤgen daraus machen, ihn zu bilden.“
Madame Celival empfing den jungen, von Monfre⸗ ville ihr vorgeſtellten Mann mit einem reizenden Laͤcheln, und ſprach in jenen ſchmeichelhaften Worten mit ihm, die den, an welchen ſie gerichtet werden, augenblicklich unterjochen.
Cherubim wollte auf die Artigkeit dieſer Dame ant⸗ worten, aber er verwirrte ſich, blieb in ſeiner Rede ſtecken und konnte nicht fortfahren. Gluͤcklicherweiſe war ihm Monfreville zur Seite, nahm das Wort, um ihn aus der Verlegenheit zu ziehen, und Madame Celival hatte zu viel Lebensart, um ihm nicht auch heraus zu


