Man meldete Herrn von Monfreville und den Mar⸗ quis Cherubim von Grandvilain. Alle Blicke wendeten ſich der Saalthuͤre zu. Die Namen Cherubim und Grand⸗ vilain bildeten einen ſo ſonderbaren Contraſt, daß Jeder⸗ mann geſpannt war, den, der ſie trug, zu ſehen.
„Herr von Grandvilain!“ riefen die jungen
Damen.„O! wie haͤßlich muß der ſein... ſo kann nur ein bejahrter Mann heißen.“.
„— Aber man hat auch Cherubim geſagt... das iſt ein artiger Namen.“.
„— Es kann nicht ein und derſelbe ſein.“
„— Ohne Zweifel ſind's Vater und Sohn.“
Waͤhrend man dieſe Betrachtungen anſtellte, ſagte Madame Celival zu den ſie umgebenden Perſonen, aber ſo laut, daß ſie von der ganzen Geſellſchaft verſtanden werden konnte: 4
„Herr von Monfreville hat mich um die Erlaubniß gebeten, mir einen jungen, noch nicht in die Welt ein⸗ gefuͤhrten Mann vorſtellen zu duͤrfen, und ich gewaͤhrte
ihm ſolche um ſo lieber, da dieſer Juͤngling, der letzte
Sproͤßling einer edeln Familie, wie man ſagt, der Theil⸗ nahme, die ihm Monfreville ſchenkt, hoͤchſt wuͤrdig iſt.“ „Ei! vortrefflich!“ fluͤſterte der grauhaarige Herr .„das iſt eine kleine Vorbemerkung vor der Ein⸗ fuͤhrung.“
In dieſem Augenblick trat Cherubim mit Monfreville in den Saal; trotz all' dem, was ihm ſein Mentor ge⸗ ſagt hatte, fehlte es ihm doch ſehr an Sicherheit, und die ſein Antlitz bedeckende Roͤthe deutete hinlaͤnglich ſeine Befangenheit an. Aber ſeine Augen waren ſo ſanft, ſo


