112
ſtaͤnde zu ihrem Vortheil benuͤtzen wollen. Was ich Ihnen
hier ſagte, iſt betruͤbend... Sie werden aber ſpaͤter ein⸗ ſehen, daß ich Recht hatte. 7 2
„— Wurden Sie oft hintergangen, Herr von Mon⸗ freville?“ 4
Dieſe einfache Frage nöthigte Monfreville ein Laͤcheln ab, er ſeufzte indeß, als er entgegnete:
„Wie jeder Andere, mein Freund..... glauben Sie mir, hangen Sie ſich nicht ſo ſehr an Darena... ich rede ungern Uebles von meinem Naͤchſten... aber je mehr ich den Grafen beobachte, deſto mehr ſehe ich ein, daß ſeine Bekanntſchaft nicht recht fuͤr Sie taugt.“
„— Er iſt jedoch ſehr liebenswuͤrdig, unterhaltend und geiſtreich!“
„— Ich weiß es wohl, und das macht ihn eben um ſo gefaͤhrlicher... er hat gewiß ſchon Geld von Ihnen entlehnt, nicht wahr?“.
„— Ja.. einige Male.. 8
„— Er wird es Ihnen nie zuruͤckgeben.“
„— Sie glauben?... zum Spielen auf. 4
„— Ja, er hat mir oft den Vorſchlag gemacht.“
„— Das iſt die verheerendſte Leidenſchaft... Er iſt
2
„— Ich bin's uͤberzeugt;... er fordert Sie ſtets
ein Spieler... und hat ſich dadurch ruinirt. Wenn man
ſo weit gekommen iſt, ſo ſucht man auch haͤufig Andere zu ruiniren; denn zur Auffindung von Mitteln, die zur
Befriedigung ſeiner Leidenſchaft dienen, ſchont ein ungluͤck⸗
licher Spieler nichts und ſucht ſich oft auf ſehr ruͤckſichtsloſe
Weiſe Geld zu verſchaffen, und auf dieſem Punkte iſt Darena.”“


