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Abends Mamſell Turluretten Verſe von Voltaire oder Racine vorlas, die er fuͤr ſeine eigenen ausgab, ſo rief er aus, als er Poterne's ſchlechte Handlung erfuhr: „Dieſer Menſch hat das fuͤnfte Buch Moſis nicht geleſen, wo es heißt: non furtum facies!... oder hat er es ſchlecht uͤberſetzt.“ Einige Tage nach dieſer Begebenheit beſuchte Mon⸗
freville, kaum vom Lande zuruͤckgekommen, Cherubim
ſogleich; beim Anblick der Jagdhunde, der Papageien, der Schildkroͤte, Stoͤcke, gothiſchen Vaſen und aller ſoge⸗ nannten merkwuͤrdigen Gegenſtaͤnde, womit das Haus ſeines jungen Freundes angefuͤllt war, aͤußerte er ein Erſtaunen, welches durchaus keiner Bewunderung glich, und ſagte zu Cherubim:
„Ei, mein Gott, welchen Einfall hatten Sie, all dieſe Geſchichten zu kaufen...“
„Es boten ſich Gelegenheiten dar..... man ver⸗ ſicherte mich, ſie ſeien wunderſchon!...“
„— Wunderſchoͤn! abſcheulich... hoͤchſt geſchmacklos
. ohne allen Werth... Ihre Papageien ſind alte Weibchen, Ihre Hunde elende Baſtarde, die ich nicht zum Huͤhnerhuͤten halten moͤchte! ſogar Ihre Stocke ſind nichts, als gewoͤhnliche Stecken; dies iſt kein aͤchtes Stechpalm
. dies war nie ein ſpaniſches Rohr...“
„Was habe ich geſagt?“ rief Jasmin aus.„Dieſer Poterne war ein elender Spitzbube... er hat uns im⸗ mer angefuͤhrt... wie mit den Kleinodien... Gnaͤdiger Herr! erzaͤhlen Sie doch dem Herrn die Geſchichte mit der Uhr.“
Cherubim theilte Monfreville das Vorgefallene mit.


