Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

17

„Nein, ich mag nicht fortgehen, denn ich will, daß mich Louiſe ſo ſieht.“

Die beiden Reſidenzler waren troſtlos; ſie hatten den jungen Marquis bereits vollſtaͤndig zum Entſchluſſe, ihnen nachzufolgen, bewogen geglaubt, und jetzt weigerte ſich

dieſer aufs Neue.

Der Notar ſprach ihm Vernunft ein, Monfreville bot alle ſeine Beredſamkeit auf, entwarf ihm ein reizen⸗ des Gemaͤlde der Vergnuͤgungen in Paris; aber Cherm. bim blieb unbeweglich.

Herrn Gerondif machte das Staunen ſprachlos. Ni⸗ colle freute ſich im Innern, und Jasmin ſagte halblaut:

„Ich dacht' es doch, daß all' dieſe Leute nicht witziger ſeien, als ich.“

Alles ſchwieg; man wußte ſich nicht neßi zu rathen, als man abermals das Rollen einer Kutſche hoͤrte.

Nun leuchtete ein Hoffnungsſtrahl in Monfreville's Augen, und Herr Hurbain rief aus:

„Meiner Treu, es iſt Zeit, daß Darena kommt; indeß bezweifle ich ſehr, daß er gluͤcklicher ſein wird, als wir.“

„Vielleicht doch,“ ſagte leiſe Monfreville;„Darena gehoͤrt zu den Leuten, die alles vermogen.“

Das Gefaͤhrte hielt gleichfalls vor der Amme Haus, und die bei Nicolle verſammelte Geſellſchaft eilte vor die Thuͤre, um nachzuſehen, wer ausſteige.

Der Fiaker,— denn das eben angelangte Fuhrwerk war nur ein einfacher Fiaker,— ſchien nach dem aus dem Innern dringenden Laͤrm zu urtheilen, angefuͤllt.

Man horte mehre Stimmen zu gleicher Zeit ſprechen Paul de Kock. VI. 2