Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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verneigt. Die ernſte Miene des Notars imponirte dem Juͤngling, der einige Worte der Erwiderung auf dieſe Complimente ſtotterte. Man lenkte ſeine Schritte nach der Wohnung der Amme hin, und zum erſten Male fuͤhlte Cherubim eine Art Scham, als der Notar zu ihm ſagte:

„Wie? Herr Marquis, hier machen Sie Ihre Stu⸗ dien?... Sie ſind ſechzehn und ein halbes Jahr alt, von edler Familie, haben ein huͤbſches Vermoͤgen und bringen Ihre Tage unter dem Dache dieſer Landleute zu? Ich ehre die Arbeiter, ich achte alle rechtſchaffenen Leute, aber Jeder muß ſeinen Rang behaupten; denn ſonſt waͤre in der menſchlichen Geſellſchaft nichts mehr als Unord⸗ nung und Verwirrung, und die Menſchen wuͤrden nicht mehr von jenem Eifer, emporzukommen, beſeelt, der, in⸗ dem er ihnen einen lobenswerthen Ehrgeiz ins Herz legt, ſie zu edeln Anſtrengungen befaͤhigt, um das vorgeſetzte Ziel zu erreichen.“

„Bravo!... recte dicis!“ rief Herr Gerondif aus, waͤhrend er dem Notar zulaͤchelte,„der Herr ſpricht jetzt, wie ich ehdem geſprochen.“

Cherubim erroͤthete und war um eine Antwort ver⸗ legen. Herr Hurbain ſuchte mit den freundlichſten Vor⸗ ſtellungen den Juͤngling zur Vernunft zu bringen. Er legte mit Bedacht das Hauptgewicht auf den Stand und das Vermoͤgen des jungen Marquis und ſagte am Schluſſe ſeiner Rede zu ihm:

„Sie ſind jetzt meiner Anſicht, nicht wahr, und keh⸗ ren mit mir nach Paris zuruͤck?“

Aber Cherubim, der des Notars Worte mit Beifall anzuhoren ſchien, entgegnete mit ſanfter Stimme: