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2. Th. (1843)
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2 . 9

Gluͤck des guten Cherubims... Nehmet Euch in Acht, braver Jasmin, Ihr ſtolpert... Ihr kommt mit Euren Fuͤßen in die Fahrleiſen!... Ihr tretet in eine Pfuͤtze...

Der brave Jasmin war erſchoͤpft, er fand keinen Athem mehr und wollte eben mitten auf dem Wege umſinken, waͤhrend er nur noch die Worte ſtammelte:

Ich kann nicht mehr weiter... ich muß Athem ſchopfen..

Da warf Herr Gerondif einen Blick auf ein neben der Straße liegendes Waͤldchen, und rief aus:

Dort ſind ſie... Die Kleine ißt Aprikoſen... ſie bietet meinem Zoͤgling eine an, der voll Bewunderung vor ſeiner Aprikoſe ſteht!... es iſt Zeit, daß wir kommen.

Cherubim war an dieſem Tage fruͤhzeitig mit Louiſe fortgegangen; ſie hatten ein Koͤrbchen Brod und Obſt mitgenommen, und ergoͤtzten ſich an einem Fruͤhſtuͤck im Walde; dieſes einfache Mahl ſchien ihnen koſtlich... In der That, was konnten ſie auch mehr wuͤnſchen? ſie waren beiſammen und liebten ſich: die ſchonſte Mahlzeit iſt immer diejenige, zu der man ein zufriedenes Herz bringt.

Das Gefuͤhl, welches damals Cherubim und Louiſe vereinigte, war ſo zart, ſo rein, daß ſie in ihrem Bei⸗ ſammenſein allein ihr Gluͤck fanden, und nach keinem weitern trachteten. Vielleicht zeigte ſich die Neigung Louiſens lebhafter und ausdrucksvoller, weil ihre Liebe ſchon getruͤbt wurde! Sie fuͤrchtete, Cherubim moͤchte ſich entſchließen, nach Paris zu gehen, ſie beſorgte, ihren Freund zu verlieren, und dieſe Angſt ließ ſie ihn noch