Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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Gagny!... bei Villemonble!... ol ich kenne es, rief Darena,das iſt ein kleines Dorf... in deſſen Um⸗ gebung einige ziemlich huͤbſche Beſitzungen ſind... aber nicht ein einziger Gaſtwirth in der ganzen Gegend... ich bin mit zwei Opernſaͤngerinnen hingefahren... wir konnten nicht einmal ein Huͤhnerfricaſſé bekommen... was doch ſonſt auf dem Lande eine Hauptſpeiſe iſt. In Gagny war nie eine gelehrte Schule... meines Wiſſens nicht einmal ein Penſionat. 5

Nun, Herr Jasmin, fragte der Notar mit ſtren⸗ gem Tone,bei wem macht der junge Grandvilain in Gagny ſeine Studien?

Der alte Diener faßte ſich kurz und erwiderte mit beinahe ſtolzer Miene:

Bei ſeiner Amme, mein Herr!

Dieſe Worte verſetzten den Notar in Erſtarrung, Mon⸗ freville fing an zu lachen und Darena waͤlzte ſich im Lehnſtuhl.

Bei ſeiner Amme! fuhr endlich der Notar fort. Iſt es wirklich moglich, Jasmin! der junge Marquis waͤre mit ſiebzehnthalb Jahren noch bei ſeiner Amme?

Ja, mein Herr, aber ſeien Sie beruhigt, er iſt deß⸗ halb nicht minder gelehrt, ich habe ihm einen Lehrer bei⸗ gegeben, den Schulmeiſter des Ortes, Herrn Gerondif, der ihm in Allem moͤglichen unterricht ertheilt.

Darena brach in ein neues Gelaͤchter aus, als er des Lehrers Namen hörte und rief:

Seine Erziehung bei der Amme genießen!..... das iſt koſtlich.... das iſt eine neue Methode... die kann vielleicht von Nutzen ſein..... ich habe Luſt, zu meiner Amme zuruͤckzukehren.

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