Milchkoſt zuruͤckkomme; zuweilen entſtanden hieruͤber ſehr lebhafte Streitigkeiten, denen aber Jasmin ſtets ein Ende machte, indem er mit biſſigem Ton ſagte:
„Abgeſehen von Allem, Mamſelle, hat der verewigte Herr Marquis von Grandvilain mir die Sorge, ſeinen Sohn zu bewachen, uͤbertragen; ich habe ſogar, wenn es mir gefaͤllt, das Recht, Sie aus dem Hauſe zu jagen; thun Sie mir alſo den Gefallen, und laſſen Sie mich den jungen Cherubim nach meinem Gutduͤnken leiten.“
Dann ſchwieg Turlurette, obwohl ſie wußte, daß Jasmin ſeine Drohung nicht ausfuͤhren wuͤrde; aber ſie brummte zwiſchen den Zaͤhnen:
„Ein Milchkind von ſechzehn Jahren!.... das iſt ſonderbar! Ich moͤchte nur wiſſen, ob er noch an der Amme trinkt, der Kleine!“
So ſtanden die Sachen, als eines Morgens ein Be⸗ dienter im Hotel Grandvilain erſchien, nach Jasmin fragte und dieſem ausrichtete, daß ihn der Notar des Herrn Marquis bitten laſſe, im Laufe des Tages zu ihm zu kommen, da er ihn nothwendig ſprechen muͤſſe.
Der alte Kammerdiener ſinnt nach, was ihm wohl der Notar zu ſagen haben koͤnne, dann erinnert er ſich, daß ſein Herr ſchon lange fuͤnfzehn Jahre vorbei iſt, mit welchem Zeitpunkt ihm nach dem Willen ſeines Vaters der Beſitz ſeines Vermoͤgens uͤbertragen werden ſollte. Das verſetzt Jasmin in Unruhe und er ſpricht bei ſich:
„Dreißigtauſend Franken Einkommen... das An⸗ wachſen des Vermöͤgens durch vierzehnjaͤhrige Erſparniſſe nicht berechnet... konnen freilich bei ſeinem Pflegevater ſchwerlich verzehrt werden... wenn aber Herr Cherubim
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