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Vermoͤgen... ſeine dreißigtauſend Franken Renten nach Belieben verfuͤgen. Hat er Luſt, bei ſeiner Amme zu bleiben, ſo habe ich kein Recht, mich zu widerſetzen.
„Wenn man ein ſo ſchoͤnes Vermoͤgen beſitzt, ſo iſt es Unſinn, ſeine ſchoͤnſten Jahre bei der Amme zuzu⸗ bringen,“ ſchrie der Lehrer;„was nuͤtzt meinen Schuͤler denn die Gelehrſamkeit und die Kenntniß ſo vieler ſchoͤnen Dinge... wenn er fortfaͤhrt, unter Bauern zu leben!... Herr Jasmin! die Geſchichte bietet kein Beiſpiel eines ausgezeichneten Mannes dar, der bis zum fuͤnfzehnten Jahre bei der Amme blieb. Es iſt ganz in der Ordnung, diejenige zu lieben, die uns mit ihrer Milch naͤhrte, aber... est medius in rebus!“
„Herr Schulmeiſter, ich verſtehe nichts von den Rebus... aber ich bin der ganz gehorſame Diener meines Herrn, und habe ihm keine Befehle zu ertheilen.“
In Paris hatte Jasmin wegen ſeines jungen Herrn auch haͤufig Erörterungen mit Mamſelle Turlurette. Die frühere Kammerfrau verſah jetzt die Stelle einer Haus⸗ haͤlterin; ſie hatte ſo ſehr an Dicke zugelegt, daß ſie, obgleich noch keine Vierzig alt, doch nur mit Muͤhe von einem Zimmer ins andere gelangen konnte; dieſer Zu⸗ ſtand von Fettleibigkeit feſſelte ſie in ihren Lehnſtuhl und verhinderte ſie, ihren jungen Herrn in Gagny zu be⸗ ſuchen; uͤbrigens wurde ſie Herr Jasmin ohnedies nicht zur Begleitung aufgefordert haben, weil er ſtets fuͤrchtete, Jungfer Turlurette entziehe ihm einen Theil ſeiner Wuͤrde,— ein Gegenſtand, worin er ſehr wunderlich war. Die dicke Haushaͤlterin fragte den alten Kammer⸗ diener taͤglich, warum ihr junger Gebieter nicht aus der


