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Herr Gerondif, der an Alles eher denkt, als an Ma⸗ donnen, ſpricht bei ſich: 3
„Dieſe Kleine wird reizend!.. Wenn aber mein Schuͤler noch einige Zeit in ihrer Naͤhe bleibt... hum!... das Fleiſch iſt ſchwach... der boͤſe Geiſt ſehr ſtark... beſonders, wenn er die Geſtalt eines ſchonen Maͤdchens annimmt.. Ich bin nicht immer zugegen... Jakob iſt beinahe ſtets betrunken; Mutter Nicolle laͤßt die jungen Leutchen allein miteinander auf's Feld gehen... Kornblumen ſuchen... ſich im Graſe waͤlzen!... lauter aͤußerſt gefaͤhrliche Dinge... es muß hier durchaus ein Eingriff geſchehen. Das beſte Mittel waͤre, meinen Zoͤgling nach Paris zuruͤckzuſchicken. Ich wuͤrde ihm dorthin nachfolgen, das unterliegt keinem Zweifel, denn ſeine Erziehung iſt noch nicht ſo weit gediehen, daß er des Lehrers entbehren koͤnnte... ich werde ſogar dafuͤr ſorgen, daß er deſſelben ſehr lange, wenn's moͤglich iſt, immer, bedarf. Ich wohne ſodann in Paris, im Hotel meines Zoͤglings... Das wird weit angenehmer ſein, als das Leben in dieſem Dorfe. Und von der Entfernung aus werde ich ſtets uͤber die kleine Louiſe wachen... ſie beſchuͤtzen... ihr zu ihrem Fortkommen behuͤlflich ſein. Cherubim wird nach einem mehrmonatlichen Aufenthalt in Paris dieſe kleine Dorfgeſpielin ſchnell vergeſſen. Das Alles iſt mit der Weisheit eines Cato ausgedacht; es handelt ſich jetzt nur noch um die Ausfuͤhrung.“
Um zu dieſem Zwecke zu gelangen, ſprach Herr Ge⸗ rondif in ſeinen Unterrichtsſtunden ſeit einiger Zeit von Paris; er entwarf ein prachtvolles, reizendes Gemaͤlde von dieſer Stadt; er pries ihre Theater, ihre Spazier⸗
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