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zu muͤſſen, wo es nicht einmal Gelegenheit gibt, ſein Geld anzubringen, was Einen, der an den Beſit deſſel⸗ ben nicht hn⸗ iſt, am meiſten aͤrgert.
Es gelang Herrn Gerondif, das Vertrauen ſeines Zoͤglings zu erwerben, ihm ſogar Freundſchaft einzufloͤßen, denn Cherubims Herz war leicht zu gewinnen, er kam
Allen, die ihm ihre Zuneigung an den Tag legten, ent⸗
gegen. Waͤhrend Herr Gerondif dem Juͤnglinge alle Tage Klugheit und gute Sitten vorpredigte, bemerkte er, obgleich er die Augen ſtets unterſich ſchlug, doch ſehr wohl, daß Louiſe heranwuchs, ſich ausbildete und reizend wurde, und rief oft, wenn er das huͤbſche Kind anblickte, aus:
„Welch' ſchone Augen! Welch' herrliches Oval... welches regelmaͤßige Kinn!“
Dann, ſei es, um ſich wirklich von der Regel⸗ maͤßigkeit des Kinns zu uͤberzeugen, oder aus irgend einem ſonſtigen Grunde, ſtreichelte der Lehrer das Ange⸗ ſicht des jungen Maͤdchens und kniff ſie ſogar zuweilen in die Wange, was Louiſe eben gar nicht freute, waͤhrend Cherubim dagegen aͤußerſt vergnuͤgt war, wenn man ſeiner getreuen Geſpielin ein ſchmeichelhaftes Wort zu⸗ wendete.
Geſchah dieſes, ſo ſagte der Juͤngling ſtets:„Nicht wahr, mein lieber Lehrer, Louiſe iſt recht artig?“
Worauf Herr Gerondif, ſchnell wieder ſeine Schaafs⸗ miene annehmend, mit geſenkten Augen erwiderte:
„Ja, dieſe Kleine iſt ein wahrer gaeliſcher Typus in ſeiner vollkommenſten Reinheit; ſie gleicht einer Ma⸗ donna.“
Cherubim laͤchelt, waͤhrend er Louiſe anſieht, und
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