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„Ich kaufe was ich will... ich werde vom Schoͤnſten und Beſten erhalten, denn ich bezahle baar!“
Die rechtſchaffenen Frauen hingegen ſind genoͤthigt, Kredit zu verlangen; ſie wollen zwar allerdings ihre Liebe verſprechen, aber ſie wollen ſich nicht dazu verſtehen, dieſelbe gleich abzugeben.
Sechs Jahre verſtrichen, in deren Laufe der Marquis, unaufhoͤrlich von Eroberung zu Eroberung flatternd und ſein Leben im Schooße des Vergnuͤgens hinbringend, die arme Amenais Dufoureau, welche ein ſehr friedliches, ſehr beſcheidenes Leben fuͤhrte und ſelten die Geſellſchaften beſuchte, wo Herr von Grandvilain zu treffen war, nicht mehr ſah.
Nach Verlauf dieſer Zeit veranlaßte ein laͤndliches Feſt in der Umgegend von Paris ein Zuſammentreffen dieſer beiden Perſonen, die ſich nicht mehr aufgeſucht hatten. Der Marquis fand, daß Fraͤulein Amenais immer noch anmuthig war; Amenais konnte einige Seufzer, welche andeuteten, daß die Vergangenheit noch nicht gaͤnzlich vergeſſen ſei, nicht unterdruͤcken.
Herr von Grandvilain zeigte ſich auf's Neue liebens⸗ wuͤrdig und ſuchte ſie auf's Neue zu verfuͤhren; er dachte,
die Blume von vierunddreißig Jahren werde ſich leichter
pfluͤcken laſſen, als die vierundzwanzigjaͤhrige. Aber er taͤuſchte ſich; er ſtieß auf dieſelbe Tugend, denſelben Wi⸗ derſtand, und doch verbarg man ihm nicht, daß er ge⸗ liebt ſei; allein man wollte Marquiſin werden und ſich nur ſeinem Gatten hingeben.
Unſer Verfuͤhrer zog ſich abermals zuruͤck. Er reiste und blieb ſechs Jahre von Frankreich entfernt. Als er


