rathsgut, welches gewiſſe junge, ſehr reiche Damen hoͤchſt verlegen waͤren, ihren Gatten darzubieten.
Herr von Grandvilain, immer noch ſtolz und praͤch⸗ tig, umflatterte die Blume von vierundzwanzig Jahren.
Fraͤulein Amenais fand den Marquis ſehr liebenswuͤr⸗ dig; ſie war geſchmeichelt durch ſeine Auszeichnung und ließ ihn ſogar bemerken, daß ihr Herz ſeine ſchonen Worte nicht gleichguͤltig aufnehme. Aber als es ihr klar wurde, daß er keineswegs daran dachte, eine Marquiſin aus ihr zu machen, wies ſie ihn ſtolz zuruͤck mit der Frage:
„Mein Herr! fuͤr was halten Sie mich?“
Der Marquis, uͤber dieſen Widerſtand geaͤrgert, ent⸗ fernte ſich, eine Arie aus„Blaſius und Babette“ traͤllernd, welches damals eine neue komiſche Oper war; und die Opern der damaligen Zeit waren aus Melodien zuſammengeſetzt, welche man ſogar auf den Straßen
wiederholte und ſang.
Andere Zeiten! andere Muſik!.
Herr von Grandvilain wendete ſeing Liebesblicke, ſeine Sehnſucht, ſeine Anbetung und ſein Herz nach einer an⸗ dern Richtung hin.
Fraͤulein Amenais Dufoureau verbarg ihren Gram, ihre Seufzer und ihre Glut in der Tiefe ihrer Seele.
Seht, wie gluͤcklich die Maͤnner ſind!... wenn ihnen eine Frau widerſteht, ſo eilen ſie zu andern;.. und es gelingt ihnen ſtets, einer Liebe los zu werden, welche ſie jedem huͤbſchen Geſichtchen anbieten. Gleich jenen Leuten, deren Taſchen vollgeſtopft von Geld ſind, und die ſagen:


