an ſeinem Vermaͤhlungstage Herr von Grandvilain in ſein neunundſechzigſtes Jahr trat.
Daß Einer in ſolchem Alter nicht mehr zu denjenigen raſend leidenſchaftlichen Taͤnzern gehoͤrt, welche nicht vom Platze weichen, zu jenen Cavalieren, welche auf ſechs Quadrillen zum Voraus engagiren, begreift ſich leicht.
Vielleicht wird man noch einwenden, daß in dieſem Falle der Herr Marquis zum Behuf des Eheſtandes nicht juͤnger war als fuͤr den Ball.. andaß es eine Narrheit iſt, ſich im neunundſechzigſten Jahre zu verheirathen!
Je nun, was weiß der Leſer davon?... iſt ihm das begegnet? und waͤre es ſelbſt eine Narrheit: was iſt denn Schlimmes an den Narrheiten, wenn ſie uns gluͤck⸗ lich chen? Die naͤrriſchſten Leute ſind zuweilen die weiſeſten. 6 3
Laßt uns heirathen, ſo lange wir Luſt dazu haben, und tanzen, ſo lange wir es konnen!
Cato lernte mit ſechzig Jahren tanzen. Plato hielt eine Lobrede auf den Tanz, und man weiß es ja, daß der Koͤnig David Luftſpruͤnge vor der Bundesla de her machte... Das war, ich gebe es zu, eine ſeltſame Ma⸗ nier, Glauben und Froͤmmigkeit auszudruͤcken; ich nehme daher gerne an, daß David zum mindeſten jenen Tanz nicht kannte, von welchem ich kaum erſt ſprach.
Um auf den Braͤutigam zuruͤckzukommen, ſo verdiente der Marquis von Grandvilain ſeinen großen bengelhaften Namen nicht, denn er war von mittlerem Wuchſe und feiner Taille; einſt durfte man ihn ſehr wohlgeſtaltet nennen; noch immer blieb ihm ein huͤbſches Bein und fuͤr einen Mann, der ein Weib nimmt, genugſam Wade.
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