man ſcheint; kurz, man beging feierlich eine Hochzeit. Es war die des Herrn Marquis von Grandyvilain mit Fraͤulein Amenais Dufoureau.
Es befand ſich dort ein auserleſenes Orcheſter, wobei man indeß keine Klapphoͤrner hoͤrte, weil dieſes Inſtru⸗ ment damals noch nicht auf unſern Baͤllen vorherrſchte; die Geſellſchaft war gleichfalls auserleſen; man tanzte mit jenem Anſtande, jenem Ernſte, jener ſchoͤnen Haltung, um derenwillen der franzoſiſche Tanz nicht ergötzlich iſt, woher das Sprichwort kommt, daß das heiterſte Volk der Erde am wenigſten heiter tanze.
Allerdings hat ſich ſeit jener Zeit ein gewiſſer, bei weitem ungebund'nerer Tanz aus der Kneipe in die Mas⸗ kenbaͤlle eingeſchlichen und von da in einige Salons ein⸗ geſchmuggelt,— ein Tanz, der reizend waͤre und wirk⸗ lich einen Charakter haͤtte, wenn nicht die meiſten, welche ihn ausfuͤhren, die Grazie mit der Poſſe und die Unge⸗ zwungenheit mit der Frechheit verwechſelten. Dieſer Tanz indeß hatte ſich nicht auf die Hochzeit des Herrn Marquis von Grandvilain verirrt.
Auch verſetzte der Braͤutigam die Taͤnzerinnen nicht
in Athem; er lief nicht von einer zur andern, um ſie
aufzufordern und ihnen die Hand zu bieten. Nachdem er den Ball mit ſeiner Gemahlin eroffnet hatte, warf
er ſich in einen ungeheuren Lehnſeſſel und begnuͤgte ſich,
von da aus den Andern zuzuſehen, wobei er den Damen zulachelte und den Takt mit dem Kopfe ſchlug.
Ohne Zweifel iſt man uͤber das Betragen des Braͤu⸗ tigams erſtaunt und moͤchte den Grund davon kennen; das Erſtaunen wird aufhoͤren, ſobald ich bemerke, daß
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