Teil eines Werkes 
4. Th. (1843) Ni jamais, ni toujours
Entstehung
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„Ha! das iſt zu viel, mein Herr, ſolche Beſchim⸗ pfung kann ich nicht erdulden... Ihr Benehmen iſt unwuͤrdig... Nach ſo kurzer Ehe mich zu beargwoh⸗ nen... zu tyranniſiren... wie ſehr bin ich zu be⸗ klagen!... welche Zukunft bereiten Sie mir!...

Aber ich werde Ihre Wuth, Ihre Eiferſucht nicht laͤn⸗

ger ertragen... Ich verlaſſe Sie, mein Herr; ja, gleich morgen werde ich mich in die Einſamkeit zuruͤck⸗ ziehen, wo ich vielleicht die Freiheit haben werde, zu handeln, zu denken, zu gehen, was, wann und wohin es mir beliebt: ich werde nicht bei einem Manne bleiben, der mich ungluͤcklich macht, der ſich unaufhoͤrlich Hirn⸗ geſpinnſte ſchafft, und die Liebe, die ich fuͤr ihn hatte, mit dem abſcheulichſten Mißtrauen belohnt.“

Bei dieſen Worten haͤlt Adele ihr Sacktuch vor die Augen, ich glaube ſogar ihr Schluchzen zu verneh⸗ men; der Baron iſt verwirrt, geruͤhrt, wie jeder Mann, der eine geliebte Frau weinen ſieht. Er weiß nicht mehr, was er denken ſoll; er naͤhert ſich ſeiner Frau, indem er einige kaum verſtaͤndliche Worte ſtammelt. Adele ſteht auf mit den Worten:

„Gehen wir, mein Herr, es iſt unndthig, laͤnger auf meine Schweſter zu warten, ich will uͤberdies nicht, daß ſie die Thraͤnen ſieht, welche Sie mir aus⸗ preſſen.“

Herr von Harleville bietet Adelen den Arm und will mit ihr fortgehen, als ſeine Augen auf einen Hand⸗ ſchuh fallen, der am Fuße eines Stuhles liegt: dieſer Handſchuh gehort mir, als ich mich aber verſteckte, hatte ich keine Zeit mehr, ihn zu ſuchen. 3