Teil eines Werkes 
2. Th. (1843) Ni jamais, ni toujours
Entstehung
Einzelbild herunterladen

118

Ich kann mich nicht mehr halten, ich ſtoße mei⸗ nen Beſoffenen zurück und will mich entfernen, er kommt aber ſchnell wieder auf uns zu; diesmal em⸗ pfange ich ihn ſo gut, daß ich ihn umwerfe und er in die Goſſe rollt. 3

Während er ſchreit, flucht und wieder aufzuſtehen

ſucht, ziehe ich meine Dame mit mir fort; wir ver⸗ doppeln die Schritte und bald dürfen wir nicht mehr fürchten, von dieſem Menſchen eingeholt zu werden, der mich gezwungen hat, ihm einen Fauſtſtoß zu ver⸗ ſetzen.

Mein Gott! welche Abenteuer! ſagt meine Un⸗ bekannte; ich glaubte, man könne ſo ruhig ſein, wenn man bei Nacht ſpazieren gehe!... Dies iſt noch gar nichts, es hätten uns ganz andere Dinge zuſtoßen können!... Ich bin nun von dem Ge⸗ lüſte, nach Mitternacht einen Spaziergang zu machen, geheilt, und doch werde ich dieſen nie vergeſſen!...

Sie ſagen das, als wenn wir nie wieder zuſam⸗

men ſpazieren gehen ſollten... dies iſt hoffentlich Ihr 3

Gedanke nicht?.. Ahl ich weiß nicht... Kann man die Begebenheiten vorausſehen?... Kann man wiſſen, was man thun wird 2... und Sie ſelbſt wer⸗ den ſich vielleicht in einigen Tagen mit einer andern Frau beſchäftigen, und in der Liebe iſt das letzte Gefühl immer das ſtärkſte... Sie haben das ſelbſt in einem Ihrer Romane geſagt. Sie müſſen nicht glauben, daß ich Alles denke, was ich ſchreibe; ich laſſe meine Perſonen nach ihren Charakteren, ihrem

Stand, ihren Leidenſchaften reden, ich ſetze mich aber

*