Teil eines Werkes 
2. Th. (1843) Ni jamais, ni toujours
Entstehung
Einzelbild herunterladen

113 3 ſtrafbare und liederliche Leute geben; während man die Einen ſtraft, zeigen ſich Andere: man käme nie zu Ende. Dieſes Abenteuer thut mir ſehr wehe, wenn ich bedenke, daß ich die Urſache eines Ihnen zuſtoßenden Unglücks geweſen wäre! Sie? warum? Ohne dieſen Einfall, bei Nacht ſpazieren zu ge⸗ hen, würden Sie jetzt ſchlafen, und geſtehen Sie, Sie wären jetzt lieber in Ihrem Bett, als auf der Straße? O neinl ich ſchwöre Ihnen, daß ich lie⸗ ber bei Ihnen bin... ich würde zum Beiſpiel vor⸗ ziehen, daß wir in meinem Bett wären. Ahl mein Herr!... kann man ſolche Dinge ſagen? Warum nicht... wenn man ſie denkt? Wenn man immer ſagte, was man denkt, würde man in der Welt ſonderbare Redensarten hören!... Aber ich denke an dieſe nichtswürdigen Weiber! ſei Einer menſchlich, gefühlvoll, er würde ſchön dafür belohnt! In Paris iſt es ſehr gefährlich, wenn man ge⸗ fühlvoll iſt!... Sie zittern aber noch!... Sehen Sie, da iſt eine Steinbank an dieſem Haus, ich bitte, ruhen wir ein wenig aus; und wenn Sie es verlangen, wohlan! ſo werde ich mich nicht ſetzen. Wenn man mir ſo viel Gefälligkeit beweist, vermag ich nichts abzuſchlagen. Setzen wir uns ein wenig! ich will wohl. Ich geſtehe, daß ich anfange, müde zu werden. Verſprechen Sie mir aber, daß Sie mich 8 nicht quälen! Ich verſpreche es Ihnen.

Wir ſetzen uns auf eine ſchmale und kurze Stein⸗ bank, die an der Thüre eines ganz finſtern Hauſes ſteht. Da unſer Sitz nur ſehr kurz iſt, ſo müſſen wir Paul de Kock. II.