Teil eines Werkes 
2. Th. (1843) Ni jamais, ni toujours
Entstehung
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zurückkommen. Warum dieſe Bank verlaſſen, wo man ſo gut ſitzt? Nein, nein, ich werde mich nicht wieder ſetzen; ich glaube zudem, daß es anders viel anſtändiger iſt. Kommen Sie, wir wollen gehen. Verdammte Patrouille! in dieſem Paris kann man ſelbſt nach Mitternacht nicht ruhig ſein! Wir wollen gehen, mein Herr, geben Sie mir Ihren Arm. Wer⸗ den Sie im Gehen nit eben ſo liebenswürdig ſein können als im Sitzen? Ahl ahl Sie ſind jetzt böſe! dies wird aber vorüber gehen.

Es iſt wahr, ich bin ärgerlich. Unſer Geſpräch wurde ſo intereſſant, ſo belebt; kurz wir wollen uns tröſten... ſpäter wird fie vielleicht erlauben, daß man ſich wieder ſetzt... Wir werden wohl wieder einen eben ſo weichen Seſſel finden.

Nun denn! mein Herr, Sie ſagen mir nichts mehr? Madame... ich denke. So haben Sie die Gefälligkeit, ganz laut zu denken! Sie ſehen, daß ich Ihnen erlaube, mir Alles zu ſagen, was Ihnen in den Sinn kommt. Und ins Herz? O! ich

gllaube Ihr Herz hat ſelten einigen Antheil an dem,

was Sie ſagen. Madame, Sie beurtheilen mich ſehr ungünſtig. Keineswegs, ich finde im Gegen⸗ theil dies Alles ſehr natürlich. Da Sie ſo oft Ge⸗ legenheit haben, ſich zu beluſtigen, ſuchen Sie Ver⸗ gnügen und kein dauerndes Gefühl: Sie haben Recht, dies iſt das Mittel, glücklich zu ſein; und ich glaube, ich würde an Ihrer Stelle eben ſo handeln. Ich ſchwöre, daß Sie ſich irren, und daß ich ſehr ſenti⸗ mental bin, ohne gerade den Anſchein davon zu haben.