Teil eines Werkes 
2. Th. (1843) Ni jamais, ni toujours
Entstehung
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Wir befinden uns am Ende der Straße Bondi bei der Vorſtadt du Temple. Wir ſind im Monat April, das Wetter iſt aber düſter und der Mond läßt ſich nicht blicken. Es iſt kühl, beinahe kalt; man gibt aber auf dies'Alles nicht Acht, wenn man eine hübſche Frau am Arm hat und zum erſten Mal allein mit ihr iſt; man würde im Koth laufen und den Spa⸗ ziergang doch reizend finden; da es mich indeß nicht gelüſtet, mit meiner ſchönen Unbekannten in den Pfützen herumzuwaten, ſo ſchlage ich mit ihr den Weg nach dem Boulevard du Temple ein.

Mein Herr, ſagt meine Dame zu mir, nach⸗ dem wir einige Schritte auf dem Boulevard gemacht haben:Sie müſſen eine ſonderbare Meinung von mir hegen, geſtehen Sie es! Eine Frau, die an einen Mann ſchreibt, den ſie nie geſehen hat; ihm dann eine Zuſammenkunft geſtattet und allein mit ihm ſpazieren geht, wenn vernünftige Leute ſich ins Bett legen! O! dies heißt eine ſehr ſchlechte Idee von ſich geben wollen!

Ich verſichere Sie, Madame, daß ich weit ent⸗ fernt bin, Sie auf ungünſtige Weiſe zu beurtheilen. Ich ſelbſt bin ein zu großer Feind des Zwangs, den die Geſellſchaft auflegt, als daß ich Jemand tadelte, der ſich demſelben nicht unterwirft. Ich würdige die Welt, wie ſie es verdient, das heißt, ich achte ſie ſehr wenig; ich laſſe mich nicht durch hochtrabende Worte blenden, durch jene ſchönen Phraſen gewiſſer Redner; ich habe ſo viele Handlungen geſehen, welche

die Worte Lügen ſtraften! Ich glaube, wie Rouſſeau,

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