Ich habe meine Toilette gemacht und Geld in die Taſche geſteckt; denn man muß ſpielen können, um die Zeit todt zu ſchlagen. Ich vergeſſe das Billet für Clementinen nicht, und begebe mich zu Herrn von Reveillere.
Da wäre ich nun in den geräumigen Salons des Reichen nach der Mode, die Menge drängt ſich dort⸗ hin, es iſt noch überfüllter als ſonſt. Der Herr des Hauſes iſt ſo klug, keiner politiſchen Meinung anzu⸗ gehören, und durch dieſes Mittel vereinigt er bei ſich alle Parteien; aber man ſpricht hier wenig von Po⸗ litik, und dies iſt es auch, wie ich glaube, was den Zulauf zu ſeinen Geſellſchaften erhält. Ich wende mich durch eine Reihe ſchöner Herren hindurch, Ka⸗ rikaturgeſichter von Heinrich IV., oder Franz I., die mit Verachtung auf das Kinn derer herabzublicken ſcheinen, die ſich nicht um drei Jahrhunderte älter
machen wollten. In einem andern Salon befinde ich
mich mitten unter Schnurrbärten; weiterhin herrſchen glattgekämmte lange Haare vor; mit Vergnügen ſehe ich, daß ſich die Männer am Ende ebenſoviel mit ihrem Kopfputz beſchäftigen werden als die Damen: es iſt eine Revolution in den Sitten; die Revolu⸗ tionen entſtehen wie Muskatnüſſe; man macht deren überall. Die Damen kommen mir in ihrem Putz weniger kokett, weniger ſinnreich vor; da ſie be⸗ merken, daß die Männer ſich mehr mit ſich ſelbſt, als mit ihnen beſchäftigen, ſo wollen ſie nicht mehr ſo viel aufwenden, ihnen zu gefallen. Die Häßlichen haben am meiſten Ausgeſuchtes, die meiſte Eleganz: es war


