horche: im Saal lacht man, die vor mir ſitzen⸗ den Damen zucken die Achſeln.
„Das iſt ſehr ſchlecht! ſagt die Eine, das iſt erbärmlich!“ erwidert die Andere und man wendet ſich ein wenig nach mir um, wie wenn man ſehen wollte, ob ich beiſtimme; ich bin un⸗ beweglich; allein ich habe die Damen betrachtet und ſehe mit Vergnügen, daß ſie beide häßlich ſind. Es liegt ein gewiſſer Genuß darin, zu ſehen, daß die Natur uns an den Leuten rächt, die ſchlecht von uns ſprechen.—
„Es iſt mir ſehr leid, daß ich hieher gekom⸗ men bin, fährt eine dieſer Damen fort, wobei ſie ſich ein wenig rückwärts beugt. Wir würden viel beſſer gethan haben, ins Theater du Gym- nase zu gehen... ach, Gott! Das laß ich mir gefallen! dies iſt ein Theater von gutem Ton!... — Wir hätten keine Plätze erhalten, es war zu ſpät...— Wie kann man doch über alle dieſe Dummheiten da lachen!...— Dies frage ich mich gleichfalls... Sehen wir, von wem iſt die⸗ ſes Stück? Ah! Arthurl... der Romane ge⸗ ſchrieben hat, die man nicht zu leſen wagt!... ich kenne ihn..— Ich, ich kenne ihn auch: ich habe mich mit ihm in Geſellſchaft befunden. Es iſt ein kleiner Buckliger..— Ja, ein alter Magerer.“
Ich war mir bewußt, weder alt, noch mager und buckligt zu ſein. Was mich betrifft, ſo kannte


