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dies wäre gar zu ſchön... Man hat Dein Stück geſpielt?... es hat Beifall gefunden?— Ja! — Man hatte es mir geſagt.. ich bin über Dei⸗ nen Erfolg ſehr vergnügt geweſen... und muß ſagen, daß ich nicht weiß, wenn es mir erlaubt ſein wird, es zu ſehen! Kurz, Du wirſt es mir geben, wenn es gedruckt iſt: ich muß es wohl leſen. Und Dein Vater?— Ich glaube, er iſt nicht in Paris, und zudem, wenn er da wäre, ſo weißt Du wohl, daß ich ihn nicht mehr be⸗ ſuche. Wenn ich zu ihm gehe, ſagt man mir im⸗ mer, er ſei ausgegangen... Meiner Treu, ich werde nicht mehr hingehen, dies wird ihm die Mühe erſparen, mir ſeine Schwelle zu verbieten. — Ich begreife nicht, warum er ſo ſtreng gegen Dich bleibt!— Ich glaube, er hat mich nie ſehr geliebt. Er iſt wenig gefühlvoll, aber ſehr des⸗ potiſch. Man darf ſich nicht erlauben, einen an⸗ dern Willen zu haben, als den ſeinigen, bei Verluſt ſeiner Gewogenheit; er hat insbeſondere eine Abneigung gegen die Dichter, die mir nicht natürlich erſcheint; ich möchte verſucht ſein, zu glauben, daß er ſich über einen von ihnen ſehr zu beklagen gehabt hat; da mein Vater aber ſehr wenig mittheilend iſt, ſo weiß ich nichts weiter darüber. Wenn wir uns jetzt durch Zufall in Geſellſchaft begegnen, was ſeit ich ihn verlaſſen habe, zweimal vorgekommen iſt, grüße ich ihn, und er ſpricht mit mir nur wie mit einem Frem⸗
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