Teil eines Werkes 
1. Th. (1843) Ni jamais, ni toujours
Entstehung
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ziehen laſſen; all dies verdroß mich ſo ſehr, daß ich vor Zorn und Kummer weinte.

Ich drücke ſie in meine Arme, um ſie ihren Verdruß vergeſſen zu machen, und dann bedenke ich, daß wir nur eine Stunde beiſammen bleiben können. Wir haben nun ſchon viel Zeit zum Plau⸗ dern verwendet. 1

Die Stunde iſt ſehr ſchnell verſchwunden, Cle⸗ mentine hat ſchon mehre Mal geſagt:Ich muß fortgehen, und ſie iſt nicht gegangen. Wenn man einander ſo lange Zeit nicht ſieht, iſt es hart, ſo ſchnell ſich zu trennen. Wir haben uns immer

tauſend Dinge zu ſagen, und wir vergeſſen ſie,

oder denken erſt im Augenblick der Trennung daran.

Clementine kennt meinen wahren Namen, denn ſie iſt keine von jenen unzuverläſſigen Frauen, die fähig ſind, ein Geheimniß zu verrathen. Für ſie habe ich nicht allein Liebe, ſondern auch Freund⸗ ſchaft. Ich vertraue ihr Alles, was mich angeht, ich weiß, daß ſie ebenſoviel Theil daran nimmt, als wenn es ſie perſönlich beträfe. Es iſt ſüß, wenn man eine Freundin hat, die unſern Kummer theilt; man findet ſo viele Frauen, die nur un⸗ ſere Vergnügungen theilen wollen!

Wenn Du keine Liebe mehr für mich haſt, ſagt Clementine zu mir,will ich fortwährend Deine Freundin ſein... Als dieſe werde ich Dir wenigſtens nicht ganz gleichgültig werden. Dda ich Dich aber immer anbeten will... Ach 1..