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Ich habe darauf geantwortet:„Wenn dies der Fall iſt, werde ich den Namen ändern; und weil Sie glauben, ich beſitze nicht Talent genug, dem Ihrigen Ehre zu machen, ſo werde ich ſuchen, mir einen zu ſchaffen, vor dem ich nicht zu erröthen habe.“ Von dieſem Augenblick an habe ich mich Arthur nennen laſſen, und Arthur ganz allein. Hierauf habe ich meinen Vater verlaſſen; da ich ſeinen Namen nicht mehr führte, durfte ich auch nicht mehr bei ihm wohnen. Meine Mutter hat mir viertauſend Franken Renten hinterlaſſen; dies iſt genug für einen Dichter.
Mein Vater hat zu mir geſagt:„Ich werde mein Vermögen verzehren, Dir nichts hinterlaſſen.“ Ich habe ihm ganz ruhig erwidert:„Sie haben die Freiheit, zu thun, was Ihnen beliebt; Ihr Vermögen gehört Ihnen, und ich werde Ihnen nicht darum grollen, wenn Sie über das verfügen, was Ihr Eigenthum iſt.“ Wir ſind nicht als die beſten Freunde auseinander gegangen, und ich ſchied mit beengtem Herzen, gedrückter Bruſt; denn es thut immer weh, mit ſeinem Vater entzweit zu ſein. Als letztes Abſchiedswort hat er mir zuge⸗ rufen:„Du wirſt nie etwas Gutes zu Stande bringen, Du biſt zu leichtſinnig dazu!“ Ich habe zuweilen gedacht, mein Vater hätte Recht. Es ſind nun ſieben Jahre her, und ſeit dieſer Zeit habe ich meinen Vater nur ſelten geſehen. Seit langer Zeit waren ſeine Bekanntſchaften nicht mehr die


