Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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ten auf der Menſchen Urtheil, Hohn und Spott

daruͤber, was man im Grunde des Herzens ſelbſt fuͤr recht erkennt, der elenden Berechnung auf

Gold und Ruhm der ſchmachvollen Kraftloſig⸗

keit, die Dinge gehen zu laſſen, wie ſie eben gehen, und uns von dem thoͤrichten Willen Andrer in ihren Wirbel hinabziehen zu laſſen, ohne Widerſtand zu leiſten, obwohl die innere Stimme laut dazu auffordert, daß er, der gro⸗ ße Vergelter alles deſſen, des Guten wie des Boͤſen, ſein Opfer gefunden hat, daß ich un⸗ ſaͤglich elend und ſo ungluͤcklich bin, daß ich nur im Taumel, im hohen Spiel, im ſchaͤu⸗ menden Champagner, in den Wirren, dem be⸗ rauſchenden Laͤrm und den Thorheiten der Welt meinen Schmerz betaͤuben und mein quaͤlendes Gewiſſen auf eine Weile einſchlaͤfern kann, waͤh⸗ rend Du, reine, weiße Lilie, ruhig wie ein Engel des Himmels vor mir ſtehſt und mit jeder neu⸗ en Tugend, die ich an Dir auffinde, meinem Gewiſſen einen neuen toͤdtlichen Stoß und mei⸗ nem Schmerz einen ſchaͤrfern Sporn giebſt. Der Wahnſinn der Verzweiflung flammte aus ſeinen Blicken. Ich nahm all meine Stand⸗