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und dort in ein Kloſter eintreten wollten, da wir uns Beide herrlich als Nonnen in ein ſchoͤ⸗ nes Kloſter am Ebro, am Arno, an der Bren⸗ ta oder am Strande des Rheinſtroms zu paſſen ſchienen. Als wir aber von unſern phantaſti⸗ ſchen Plaͤnen zur Wirklichkeit zuruͤckkehrten, fragte ich Meliden einmal, ob ſie mich nicht zu Dir begleiten wollte, liebe Großmutter, da ich gewiß wußte, daß Du die einzige Freundin Deiner Ottilie, die ſo viel fuͤr Dein liebes Kind gethan hatte, mit Freuden empfangen wuͤr⸗ deſt. Aber Melida antwortete mit Entſchloſ⸗ ſenheit:
„Nein, Ottilie, das wuͤrde Unrecht von mir ſein! Ich bin von Jugend auf im Hauſe der Generalin erzogen worden und will ihr nun mei⸗ ne Dankbarkeit dadurch beweiſen, daß ich mög⸗ lichſt fuͤr Emiliens Bildung beſorgt bin. Ich bin uͤberzeugt, daß ich auf duͤrren Felſen bei ihr ſaͤe; aber ich bin doch in meinen eignen Augen des großen Zolls von Dankbarkeit ein wenig quitt, der mich taͤglich und ſtuͤndlich auf⸗ fordert. Wenn aber der General und die Ge⸗ neralin einmal Emilien fuͤr ausgebildet halten


