Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

199

Verlangen und, nachdem ſie mich entſetzlich kin⸗ diſch und unverzeihlich neugierig genannt hatte, halb lachend und mit Emiliens eignen Worten wie ſie ſagt Folgendes erzaͤhlte:

Die Hochzeit war verwuͤnſcht ergoͤtzlich, die Braut war ungebuͤhrlich zierlich, mit Gold⸗ ſtickereien und Spitzen geziert, mit Schmuck und glaͤnzenden Kleinigkeiten, zum Uebermaaß behangen und ſah aus, wie Madame Caſſcorti, wenn ſie eben aufs Seil ſteigen und tanzen will.

Uebriges war ſie den ganzen Tag uͤber entſetz⸗

lich haͤßlich und Pauline aͤußerte, daß, da ſie doch ſonſt unaufhoͤrlich lache und feichſe, ſie an

ihrem Hochzeitstage wohl haͤtte unterlaſſen koͤn⸗

nen, zu ſchluchzen und zu weinen, bis ihre hell⸗ blauen Augen feuerroth, die Naſe blaͤulich und die Stirn fleckig geworden waͤre, denn Pauline

konnte nicht begreifen, weshalb ſie ſo maulte,

da ſie ſo praͤchtige Kleider haͤtte und Otton zum Manne bekaͤme, was ihr doch Beides ſehr am Herzen liegen muͤſſe, da ſie ſo weit gereiſt ſei, um Beides zu bekommen. Enillie ihrerſeits glaubte, daß ſie vor Freude geweint haͤtte. Ot⸗ to hatte(Alles nach Emiliens eignen Worten)