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ich ein wenig erſtaunt geweſen und hatte mit irren Blicken und traumaͤhnlichen Erinnerungen um mich geſehen; aber dieß war bald voruͤber gegangen und ich hatte aufgehoͤrt, den wohl⸗ bekannten Schritten zu lauſchen, die ſich nun nicht mehr hoͤren ließen. Spaͤter hatte Melida Otto'n nur ein einziges Mal geſehen und zwar auf der Straße. Er war wie ein Traͤu⸗ mender gegangen, als er aber Meliden naͤher gekommen war, hatte er ploͤtzlich aufgeblickt, ein„Ach!“ ausgerufen, zu ſprechen verſucht, aber kein einziges Wort herausgebracht und Me⸗ lida hatte, nachdem ſie ein Weilchen ſtehen ge⸗ blieben war, ihren Weg fortgeſetzt. Lange war er auf derſelben Stelle ſtehen geblieben und hatte ihr nachgeblickt, ohne ihr jedoch zu fol⸗ gen oder ſpaͤter den geringſten Verſuch zu ma⸗ chen, ihr wieder zu begegnen.
Was ſie von der Hochzeit u. ſ. w. wußte, war das Wenige, was ihr Emilie voͤllig unge⸗ fragt mitgetheilt hatte, und dieß war durch Emiliens Mangel an Auffaſſung und durch ih⸗ re alberne Darſtellung ſo entſtellt, daß mir Melida nur auf mein mehrfach ausgeſprochnes


