Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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Ihre Zimmer! Das Zimmer, welches ſie jetzt inne hat, iſt zu klein, zu beengt, zu voll von Erinnerungen fuͤr ſie. Waͤhrend ſie ſchlaͤft oder in Fieberbewußtloſigkeit liegt, koͤnnen ſie recht gut ausziehen; ich will die Sorge dafuͤr in jedem Falle uͤbernehmen, wenn der Herr Graf nur ſeiner Frau Mutter dieſe Propoſition er⸗ oͤffnen will!

Melida war wenig ſchonend geweſen, wie Du hoͤrſt, liebe Großmutter. Bleich wie ein Todter und ohne ein Zeichen von Leben von ſich zu geben, die Hand auf dem Herzen lie⸗ gend und mit Thraͤnen in den Augen hatte ſich Otto, ohne ein Wort zu ſagen, zum Zeichen ſeiner Einwilligung vor Meliden verbeugt, war hinunter zur Tante gegangen und einige Stun⸗ den darauf war er aus dem Vaterhauſe weg⸗ gezogen und hatte ſeine Zimmer geraͤumt, die

nun die Tante ſelbſt fuͤr Dich paſſend fand,

da Otto nothwendig hatte in ſeine neue Wohnung ziehen muͤſſen, um dort die Einrich⸗ tung genauer beaufſichtigen zu koͤnnen.

Noch an demſelben Abend wurde ich in Otto's Zimmer gebracht. Im Anfange war