Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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Meine Krankheit war ein ſehr gefaͤhrliches contagioͤſes Nervenfieber geweſen, und deshalb ſcheute ſich Jedes vor der geringſten Commu⸗ nication mit mir. Alle, außer Melida, die ſtets ſagte, daß ſie nichts als ihr armes Leben dabei zu verlieren habe. Im Anfange hatte ſich zwar die Generalin dem Entſchluſſe Me⸗ lidas, mich zu pflegen, widerſetzt; als ſie aber an alle die bevorſtehenden Hochzeitsfeſtlichkeiten dachte, zu denen Melida auf jeden Fall nicht mit eingeladen worden waͤre, ſo bequemte ſie ſich endlich, die Einwilligung zu geben, welche die arme Melida zu den geringſten ihrer Hand⸗ lungen haben mußte.

Nach und nach erfuhr ich alle die Kleinig⸗ keiten, die Melida uͤber das wußte, was mich nur im Geringſten intereſſiren konnte, und die

ſie mir ohne alle Bemaͤntelungen, Verbeſſerun⸗

gen oder Veraͤnderungen erzaͤhlte, weil ſie wohl

ſah, daß ich jetzt Alles hoͤren konnte, und daß

der Kummer bei mir die Geſtalt einer unerſchuͤt⸗

terlichen, ruhigen Reſignation angenommen und

jene ausgeartete Verzweiflung, die ſich ſogar 13*