Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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thun, ſchon um der Theilnahme und Zuneigung willen, die ich fuͤr Dich fuͤhle, wenn auch mei⸗ ne ganze Freundſchaft zu Dir nur auf Dank⸗ barkeit gegruͤndet waͤre, wiewohl dieß keines⸗ wegs der Fall iſt, denn ich habe ſchon damals mit vieler Liebe an Dir gehangen, wo Du mich mit der groͤßten Gleichguͤltigkeit betrach⸗ teteſt.)

Das habe ich nie gethan! erwiederte Melida, die Farbe ein wenig veraͤndernd. Mit Gleichguͤltigkeit habe ich Dich nie be⸗ trachtet. Aber ſo ungern ich von meinem un⸗ bedeutenden Ich ſpreche, eben ſo wenig ver⸗ ſchwende ich meine Freundſchaft an Jeman⸗ den, wenn ich mich nicht vorher wohl uͤber⸗ zeugt habe, ob ich meine Freigebigkeit auch nicht bereuen darf, und ob derjenige, dem ich das

Einzige, was ich habe, geben will, meine Ga⸗

be auch verdient.

Nun, Melida, habe ich dieß gethan oder nicht?

Du verdienſt ſie gewiß, meine gute Otti⸗ lie; aber es gab eine Zeit, wo ich die Motiven Deiner Handlungsweiſe nicht begreifen konnte