Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

189

weniger bitter wird mein Schmerz und mein Verluſt ſein. Denn iſt er ſchwach und unterliegt er ſeinen Leidenſchaften, auch in der Zukunft, dann verliert ſeine ganze Staͤrke und ſeine ganze Selbſtbeherrſchung von jetzt all' ihren Werth, alle ſchoͤnen Farben, und dann koͤnnte er, ſo⸗ wohl jetzt als kuͤnftig, leichtſinnig und unbe⸗ dachtſam handeln und wir koͤnnten zu ſam⸗ men unſere Jugendverirrung beweinen. Doch daran zu denken verlohnt ſich jetzt nicht der Muͤhe. Er hat recht gehandelt, er hat ge⸗ than, was er thun mußte, und ſo will ich auch thun, obwohl mein Wirkungskreis ſo unendlich klein und meine ganze Exiſtenz ſo vollkommen paſſiv iſt, daß keine Muͤcke davon abhaͤngt.“— „Und was wirſt Du thun?“— fragte Me⸗ lida zaͤrtlich und theilnehmend. „Ich will zu meiner guten, geliebten Groß⸗ mutter zuruͤckkehren, ſo bald ich wieder ſo weit hergeſtellt bin, daß ich die Reiſe dahin vertra⸗ gen kann; dort will ich wieder das kleine Schne⸗ ckenleben beginnen, was ich fruͤher gefuͤhrt ha⸗ be.“— „Deine Plaͤne ſind nicht hochſchwebend;“