Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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„waͤhrſt, was ich flehentlich von Dir bitte, „ſo wird die Hoffnung der Zeit Fluͤgel geben. „Suͤße Ottilie, verſage mir's nicht! Dich ſo „nahe bei mir zu wiſſen und Dich nicht ſehen „koͤnnen, das bringt mich zur Verzweiflung „und Raſerei. O, goͤnne mir die Gewaͤhrung „meiner Bitte, meine Geliebte, ich bedarf „derſelben wahrlich! Dein Otto iſt ſo un⸗ „gluͤcklich!— Willſt Du meine Bitte gewaͤh⸗ „ren, ſo ſende mir blos das Buch zuruͤck. „O, wie will ich dann das lebloſe, aber Se⸗ ligkeit bringende Buch kuͤſſen! Gute Nacht! „Schlummere ſuͤß und werde morgen geſund, „aber nicht ganz geſund, damit Du die El⸗ „tern nicht zu begleiten braucheſt. Verbirg „dieſen Zettel oder zerreiße ihn! Gute Nacht, „Du Engel!“—

Ich las, kuͤßte und verwiſchte dieſe erſten

Schriftzuͤge von— meinem Otto(liebe Groß⸗

mutter, laß mich ihn noch einmal ſo nennen)

mit meinen Thraͤnen; aber ich war in ſchreckli⸗ chen Qualen befangen. Zuruͤckſenden wollte ich

ihm das Buch auf keinen Fall und doch fand ſich keine Moͤglichkeit, einen Mittelweg einzu⸗