Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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entfernt hatte, weinte ich wieder bei dem Ge⸗ danken, daß er außer ſeinen andern Bekuͤm⸗ merniſſen und Gewiſſensqualen auch noch den Schmerz hatte, mich krank und vielleicht er⸗ zuͤrnt auf ihn zu wiſſen.

Spaͤt Abends, als Minna noch einmal zu mir heraufkam, hatte ſie ein neues, unaufge⸗ ſchnittenes Buch in der Hand, welches ſie mir gab, indem ſie ſagte:„Der junge Graf bat mich, es Ihnen zu uͤbergeben und Ihnen zu ſagen, daß der Vers, von dem ſie geſprochen haͤtten, auf der vierzehnten Seite ſtaͤnde.“— Ich ergriff das Buch mit zitternden Haͤnden und wartete ungeduldig, bis Minna das Zim⸗ mer wieder verlaſſen hatte. Auf der vierzehn⸗ ten Seite lag ein Blatt mit folgenden Zeilen: „ Ottilie!*— Was habe ich Dir Leids ge⸗

„than?— Warum biſt Du ſo hart?— Oder „biſt Du ſo krank, daß Du mir nicht ant⸗ „worten kannſt?— Auf meinen Knieen flehe „ich Dich an, laß mich mit Dir ſprechen. „Morgen Abend iſt Niemand im Hauſe, darf nich dann kommen?— Es iſt zwar eine „Ewigkeit bis dahin, aber wenn Du mir ge,