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mich faſſungslos auf mein Bett und brach in einen Strom von bittern, heißen Thraͤnen aus. Mir war nun Alles voruͤber! Unwillkuͤhrlich trat mirs nun vor die Seele, daß es dieß geweſen war, was Ottonn ſo ſehr beunruhigt hatte, dieß, was er mir mittheilen wollte, dieß, was uns trennte. Ich war zu unerfah⸗ ren und— wenn ich offen ſprechen ſoll— zu reinherzig, um daran zu denken, daß dieſes Ereigniß zwar ſchrecklich und aͤußerſt ſchmerz⸗ haft, aber doch nicht— ohne Abhuͤlfe waͤre. Ich nahm mir vor, unter irgend einem Vor⸗ wande nicht zur Mittagstafel hinunter zu ge⸗ hen; aber ich brauchte wahrlich keine Krankheit vorzuſchuͤtzen, denn ich war wirklich krank. Mein Pelz war ſehr leicht, der Tag— obwohl ſchoͤn— ſehr kalt, und ich hatte ſo gut wie
gar keine warmen Kleider an, als ich meine
beiden Unterkleider und den Shawl bei Mari⸗ en zuruͤckließ. Eben ſo erhitzt, als ich oben in Mariens Stube geweſen war, eben ſo durch⸗ froren war ich auf dem Nachhauſewege, obwohl ich vor geiſtiger Aufregung und vor Kummer


