Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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mir viele tauſendmal, daß ich oder oder mein Kind nie Noth leiden ſollte.

Leiſe nahm ich nun das Kind und zog mich hinter die Bettgardine zuruͤck, um es ungeſtoͤrt betrachten zu koͤnnen. Gott, liebe Großmutter, wie viele Thraͤnen und Kuͤſſe widmete ich dem kleinen Engel! Da Marie noch ſo ſchwach war, ſich in ſo aͤrmlichen Umſtaͤnden befand und na⸗ mentlich keine Kleidungsſtuͤcken hatte, ſo hatte das Kind gewiß nicht die beſte Pflege. Auf einmal kam unerwartet Kraft, Muth und Ent⸗ ſchloſſenheit uͤber mich. Ich ging an die Thuͤr und verriegelte dieſelbe, legte meinen ſeidnen Pelz und meinen Hut ab, machte Feuer in den kleinen Kachelofen und ungeachtet aller Ein⸗ wendungen Mariens wuſch und putzte ich das kleine ſuͤße Kind, daß mich in ſeiner Ein⸗ falt wie ein Engel anlaͤchelte, bis es rein und fein wie ein kleiner Engel ausſah. Dann nahm ich meine beiden Unterkleider und eine Scheere,

und aus dem Flanellunterkleide wurden zwei Naͤntelchen, aus dem andern von engliſchem Perkal zwei Stuͤcken zugeſchnitten, in deren ei⸗ nes ich das Kleine bettete, waͤhrend ich es mit

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