Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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nach mir aus, nahm meine Hand, druͤckte ſie an ihren Mund und uͤberſtroͤmte ſie mit Thraͤ⸗ nen und Kuͤſſen.

Ach, mein gutes, gnaͤdiges Fraͤulein! ſeufzte ſie.Sie werden es wohl wiſſen, die gnaͤdige Graͤfin wird Ihnen wohl geſagt haben

Die Graͤfin? erwiederte ich ganz er⸗ ſtaunt.Nein, die hat mir nicht das Ge⸗ ringſte geſagt! Sprich daher, liebe Marie, wem gehoͤrt dieß kleine Kind?

Damit meinte ich eigentlich, wer ſeine Mut⸗ ter ſei; allein ſi ſe nahm meine Frage in einem andern Sinne und antwortete mit dem Erroͤ⸗ then der Schaam auf ihren bleichen, eingefall⸗ nen Wangen:

Liebes Fraͤulein, ſehen Sie nur das Kind an, ſo werden Sie nicht mehr fragen, wem es gehoͤrt!

Und nun wendete ſie das wunderſchäͤne,

ſchlummernde Kind nach mir hin. Und nun,

Großmutter! Nun ging auf einmal ein entſetz⸗ liches, fuͤrchterliches Licht in meiner Seele auf! Aber vor meinen Augen ward es nachtſchwarz,