Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

13

talen Geſchoͤpf! Die Urſache dieſer Aeuße⸗ rung ſuchte ich damals in einer Klaͤtſcherei An⸗ nettens und kuͤmmerte mich nicht weiter darum. Daß Otto bei dieſem Vorfall gegenwaͤrtig war, ploͤtzlich von ſeinem Sitze aufſtand und das Zimmer verließ, fiel mir erſt lange nachher ein.

Am andern Morgen war das Wetter unge⸗ woͤhnlich ſchoͤn. Die Straßen waren trocken. Ich bat daher die Tante um Erlaubniß, einiger kleinen Einkaͤufe halber auszugehen. Einer der Bedienten erhielt Befehl, mich wie gewoͤhnlich zu begleiten, und mit dem groͤßten Theil mei⸗ nes baaren Vermoͤgens machte ich mich auf den Weg. Als ich an das Haus kam, in wel⸗ chem Marie nach ihrer Angabe wohnte, hieß ich den Bedienten unten warten, bis ich von einer Naͤhmamſell, die ich aufſuchen wolle, wie⸗ der zuruͤckkaͤme. Furchtſam und ſchuͤchtern wag⸗ te ich mich nun allein in dieſes dunkle unheim⸗ liche Neſt; ſchon im zweiten Stock begegnete ich jedoch einer alten F u, die mich bis ins vierte Stock brachte, und als ich endlich an die mir bezeichnete Thuͤr klopfte, rief mir eine ſchwache Stimme von innen zu, daß der Schluͤſ⸗