Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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hatte, ohne das Geluͤbde zu brechen, welches ich Dir, gute Großmutter, in meinen Gedanken gegeben und wozu ich den Himmel als Zeugen angerufen hatte. Nach Mina's Verſicherung war ihr der Brief von einem kleinen, duͤrftig

gekleideten Knaben uͤbergeben worden. Es ſchien

mir zwar moͤglich, daß Otto dieſes Mittel an⸗ gewendet haben koͤnnte, um den Brief in mei⸗ ne Haͤnde zu bringen, doch gruͤbelte ich nicht lange daruͤber, ſondern bat Mina, den Brief zu holen, indem ich keinen Augenblick zwei⸗ felte, daß er von ihm ſci. Waͤhrend Mina's Außenbleiben war ich in der ſuͤßeſten Unruhe und Erwartung. Aber wer kann mein Erſtau⸗ nen ſchildern, als ich einen kleinen, ſchmutzigen, groben, zuſammengeſchlagnen Papierſtreifen er⸗ halte, ſchlecht verſiegelt, mit Siegellack be⸗ troͤpfelt, mit einem Stuͤver petſchirt und an mich in einem horribeln Stile addreſſirt. Erſtaunt und herabgeſtimmt erbreche ich den Brief und leſe ihn. r war von der armen Marie, die mich in den beweglichſten und de⸗ muͤthigſten Ausdruͤcken bat, um Gottes Willen

zu ihr zu kommen, wenn auch nur auf wenige