Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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zugeben, und wahrſcheinlich wuͤrde ich ſeinen Bitten, die immer dringender und uͤberzeugender wurden, nicht lange mehr widerſtanden haben. Er verſprach mir heilig und mit ſeinem Ehren⸗ worte, ſich dann gaͤnzlich meinen Wuͤnſchen zu fuͤgen. Ich widerſtand zwar noch immer; aber Gott weiß, wie lange mein Widerſtand noch gedauert haͤtte, wenn nicht ein neues, ganz un⸗

erwartetes Ereigniß dazwiſchen getreten waͤre

und eine Kette von Kuͤmmerniſſen und Wider⸗ waͤrtigkeiten begonnen haͤtte, die mir das Schick⸗ ſal waͤhrend meiner kurzen, ſchoͤnen Jubelzeit allmaͤhlig zubereitet hatte.

Wir waren eines Abends bei der Generalin geweſen. Der Abend war ungewoͤhnlich lang⸗ weilig. Melida war abweſend, Pauline hatte mich mit ihren Anſpielungen auf Jemanden, den ſie nicht nennen wollte, mit dem ſie aber wie ich immer fuͤrchtete Otto meinte, mehr als gewoͤhnlich gequaͤlt. Ich zitterte ohne zu wiſſen warum und ein kalter Schau⸗ er überlief mich bei dem bloßen Gedanken, daß Pauline Beſitzerin eines Geheimniſſes ſein ſollte, das ich fruͤher ungeachtet meiner großen