Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

7

zu ſagen haͤtte, die er in den kurzen Diebes⸗ ſtunden wie er unſere einſamen, heimlichen Zuſammenkuͤnfte immer nannte weder anfan⸗ gen noch beendigen koͤnnte. Ich ſagte ihm des⸗ halb einmal, theils um ihm einigen Erſatz fuͤr das zu geben, was ich ihm verweigerte, theils weil ich wirklich die Ueberzeugung hegte, daß in unſerm Verhaͤltniſſe darin nur ein ſehr geringes Unrecht liege:Nimm doch zu Feder und Papier Deine Zuflucht! Aber da zuckte er mit den Achſeln, ſchuͤttelte den Kopf, ſeufzte tief und ſprach:Rein, das waͤre zu viel! Das wollen wir doch nicht wagen! Er war jetzt oft in der finſterſten Laune, nannte ſich einen Unmenſchen, einen Ungluͤcklichen und wenn ich ihn nach der Urſache fragte, erwiederte er, wie aus einem Traume erwachend:Ja, ſieh, Du ſollteſt Alles klar und offen erfahren, wenn ich ungeſtoͤrt und ohne dieſe verdammte Furcht und Unruhe an Deiner Seite ſitzen und an Dich gelehnt Dir alle meine Sorgen, all mein grenzenloſes Elend vertrauen koͤnnte! Da, liebe Großmutter, war ich oft nahe dar⸗ an, meiner grenzenloſen eignen Reigung nach⸗